Der tschechische Präsident zeigte als Gastgeber der Feierlichkeiten zum Beginn der EU-Ratspräsidentschaft Regierungschefs und EU-Offiziellen die kalte Schulter.

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Vaclav Klaus.

Vaclav Klaus.

Vaclav Klaus.

Vaclav Klaus provoziert gern. Und insbesondere an der Europäischen Union lässt der tschechische Präsident selten ein gutes Haar. Als Gastgeber der Feierlichkeiten zum Beginn der EU-Ratspräsidentschaft zeigte er Mittwochabend Regierungschefs und EU-Offiziellen die kalte Schulter. Zwar begrüßte er sie auf der Prager Burg, den Festlichkeiten blieb er aber fern. Ein klarer Affront.

Klaus’ politische Karriere begann in der Wendezeit 1989/90 als Finanzminister der damaligen Tschechoslowakei. Von 1992 bis 1997 war er Ministerpräsident und musste infolge einer Spendenaffäre zurücktreten. Seit 2003 ist er Präsident Tschechiens.

Klaus gefällt sich in der Rolle des sturen Einzelkämpfers - in verschiedenen Bereichen. Trotz aller Forschungsergebnisse hält er an der Theorie fest, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun habe. Klimaschutz ist für den Wirtschaftsprofessor "Öko-Terror", die globale Wirtschaftskrise eine "Grippe", gegen die man am besten gar nichts unternehme. Seit Jahren zählt der 67-Jährige zudem zu den härtesten Kritikern der EU. Die Union mischt sich seiner Meinung nach schon viel zu oft in nationale Belange ein. Nun steht er ihr als Ratspräsident bis Juli vor.

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