Udo Kraft ist der Mann an ihrer Seite. Der Mann der neuen NRW-Ministerpräsidentin. Mittwoch, als seine Frau Hannelore zur Regierungschefin gewählt wurde, saß der 49-Jährige auf der Tribüne des Landtags und hielt das Geschehen per Video-Kamera fest. Mit dabei auch die beiden weiteren Familienangehörigen: Seine Schwiegermutter Anni und Jan, der 17-jährige Sohn.

Udo Kraft ist zwar SPD-Mitglied, politisch aber nicht aktiv. Man kann auch sagen: zurückhaltend. "Mir fällt nichts ein, wo ich sagen müsste, was meine Frau da macht, ist politisch nicht in Ordnung", sagte er kürzlich.

Der Elektroinstallateur-Meister, der als Angestellter bei einer Immobilienfirma arbeitet, hält seiner umtriebigen Frau im Mülheimer Haushalt den Rücken frei. Und baut sie nach langen Tagen in der Politik-Arena mit Hausmannskost auf - "am liebsten mit Bratkartoffeln mit Spiegelei oder Strammem Max", sagte die neue Ministerpräsidentin in einem Interview.

Bei der Erziehung des Sohnes Jan, so formuliert es Udo Kraft, "haben wir immer an einem Strick gezogen - aber nacheinander, denn meist war ja nur einer von uns da". Politisch ist dabei nichts schiefgegangen. Jan ist bei den Jusos.

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