Der alte Präsident Rumäniens ist auch der neue.

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Traian Basescus.

Traian Basescus.

Traian Basescus.

Traian Basescus überschreitet schon mal die Geschmacksgrenze. Der alte und neue Präsident Rumäniens bezeichnete eine aufdringliche Journalistin schon mal als "stinkende Zigeunerin". In der Nacht zu Montag tönte der frühere Hochsee-Kapitän: "Wir haben sie (die Gegner) zum Sieb zerschossen."

Die Rumänen haben mit Basescu einen Mann wiedergewählt, der seit fünf Jahren mit Parlament und Regierung im Clinch liegt. Doch konnte sich der 58-Jährige, der gerne bei Volksfesten in der Menschenmenge badet, stets als Kumpel darstellen. Regierung und Parlament gehören für ihn dagegen zur verhassten "politischen Klasse". Folgerichtig setzte Basescu für die erste Präsidenten- Wahlrunde am 22. November ein Referendum zur Verkleinerung des Parlaments an, dem mehr als 80 Prozent der Rumänen zustimmten.

Pluspunkte sammelte Basescu zudem, weil er 2006 feierlich den Kommunismus als verbrecherisches Regime verurteilte und für die Öffnung vieler Archive sorgte. Vor allem aber schätzen seine Anhänger, dass er den Kampf gegen die Korruption aufnahm und damit den EU-Beitritt seines Landes voranbrachte.

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