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Rolf Vennenbernd

Timotheus Höttges ist für die Mitarbeiter der Deutschen Telekom ein alter Bekannter. Seit 2009 war er Finanzvorstand beim rosa Riesen und spielte sich mit Vorstandschef René Obermann die Bälle zu. Obermann hatte den hochgewachsenen Höttges einst in den Vorstand geholt.

Seit dem 1. Januar sitzt der gebürtige Solinger (51) auf dem Chefsessel der Telekom und stellte sich in dieser Funktion am Mittwoch in Bonn – ganz locker gekleidet und ohne Krawatte – seinen Mitarbeitern vor. „Ich bin gar nicht so grimmig, wie Sie manchmal meinen“, sagt er all jenen, die ihn fürchten.

Tatsächlich wird der Betriebswirt oft als knallharter Sanierer dargestellt. Lange hat er die Finanzen der Telekom zusammengehalten. Aber Höttges hat auch Milliardensummen für den Ausbau der Netze lockergemacht. Und das betont er: „Ich möchte so viel wie möglich in Netze investieren.“

Ein weiteres Ziel formuliert er vor den Mitarbeitern: „Ich möchte, dass wir uns regelmäßiger treffen.“ „Buche Tim“ heißt ein Format, über das Mitarbeiter einen direkten Draht zum Vorstandschef herstellen können. „Jeder, der Ideen hat, kann mich buchen“, sagt Höttges. Es gehe ihm darum, die „Silomentalität“ abzubauen. Damit gemeint ist der einseitige Informationsfluss von oben nach unten. Red

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