Der britische Informatiker veränderte mit seiner Erfindung die Welt.

Tim Berners-Lee schrieb vor 20 Jahren sein eher unbedeutend klingendes Thesenpapier "Informationsmanagement: Ein Vorschlag". Der damals 33-Jährige konnte nicht ahnen, dass sein Entwurf später mit der Erfindung des Buchdrucks verglichen werden sollte. Der britische Informatiker arbeitete damals am Cern, der Großforschungseinrichtung für Teilchenphysik in Genf. Um das Informationschaos an dem Institut in Grenzen zu halten, wollte Berners-Lee ein Informationsnetz einrichten. Im April 1993 gab das Institut das Web für die Öffentlichkeit frei und verzichtete bewusst auf Lizenzzahlungen oder eine Patentierung. Der Siegeszug des Worldwide Web (www) Mitte der 90er Jahre fand dann außerhalb des Cern statt.

Berners-Lee gründete 1994 am Massachusetts Institute of Technology das World Wide Web Consortium. In diesem Gremium werden unter seiner Leitung die technischen Entwicklungen des Web standardisiert. Für seine Verdienste wurde der Brite von der Queen in den Ritterstand erhoben. 1997 wurde er in den auf nur 24 Personen begrenzten "Order of Merit" aufgenommen. Ein reicher Mann wie Bill Gates wurde er aber nicht.

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