Thomas Hitzlsperger ist flüchtig. Weg aus Stuttgart, nur weg, weil der Nationalspieler beim Fußball-Bundesligisten VfB nicht mehr annähernd so geschätzt wurde, wie von Bundestrainer Joachim Löw in der Fußball-Nationalelf. Konsequenz: Hitzlsperger, unter dem Trainer Markus Babbel als Kapitän abgesetzt und unter dessen Nachfolger Christian Gross unbeachtet geblieben, wechselt zu Lazio Rom in die italienische Serie A. Sofort. Für eine Million Euro Ablöse. Mehr bekommt Stuttgart für den 27-Jährigen nicht, weil sein Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre. Das Ganze ist ein ziemlich trauriges Kapitel eines fallenden Stars, den sie in England bei Aston Villa einst "The Hammer" tauften - wegen seiner gefürchteten Schussstärke. In Stuttgart wurde er zum Stammspieler in der Nationalelf - und dann sukzessive demontiert. Zu viel Sensibilität und Selbstzweifel wurden ihm hinter vorgehaltener Hand vorgeworfen. Nur Löw hielt an ihm fest. Und empfahl einen Vereinswechsel, weil Nationalspieler Spielpraxis brauchen. "Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Ich hatte eine sehr schöne Zeit beim VfB", sagt Hitzlsperger. Er wäre gerne geblieben. Aber er musste doch fliehen. kup

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