Nach 7,5 Prozent bei der Landtagswahl 2008 haben die Grünen mit ihrem Chef jetzt ihr bestes Wahlergebnis geschafft.

Tarek Al-Wazir.
Tarek Al-Wazir.

Tarek Al-Wazir.

Tarek Al-Wazir.

Tarek Al-Wazir ist innerhalb eines Jahres durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Bei der Landtagswahl 2008, als seine Partei auf 7,5 Prozent abrutschte, wirkte Hessens Grünen-Chef ziemlich ratlos. Zwölf Monate später haben die Grünen ihr mit Abstand bestes Wahlergebnis in Hessen geschafft: 13,7 Prozent.

Erfolg weckt Begehrlichkeiten, vor allem in Berlin. Grünen-Chef Cem Özdemir etwa plädiert nun für einen Wechsel Al-Wazirs in die Bundespolitik. Und der 38-Jährige ist nicht prinzipiell abgeneigt. Er tritt zwar erst einmal zur Wiederwahl als GrünenVorsitzender in Hessen an, will aber "mal nachdenken".

Fest steht, dass sich der Sohn einer deutschen Mutter und eines jemenitischen Vaters längst über die Landesgrenzen hinaus profiliert hat. Dennoch ist der "Offenbacher Bub" (Al-Wazir über sich) weit davon entfernt, die Bodenhaftung zu verlieren.

Als Hobby nennt er "Joggen durch Offenbach", als bevorzugten Fußballverein die Offenbacher Kickers. Im Jemen, wohin er mit 14 reiste, hielt er es nur zwei Jahre aus: "Ich fühlte mich wie auf dem Mars", sagt er. Immerhin lernte er auf der Deutschen Schule in Sanaa seine heutige Frau kennen, mit der er zwei Kinder hat.

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