Susilo Bambang Yudhoyono hat ein Herz für die leichte Muse. In seiner Freizeit schreibt Indonesiens Staatschef gerne Schnulzen. Und er singt sie auch. Sogar CDs hat der korpulente Ex-General schon aufgenommen. Doch seine Sangeskunst wird die Indonesier sicher nicht bewogen haben, ihm ihre Stimme zu geben.

Yudhoyono (59) ist auf dem besten Weg zu einer zweiten Amtszeit als Präsident Indonesiens. Er liegt bei den Wahlen im bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt nach Prognosen mit mehr als 50 Prozent der Stimmen weit vor seinen Mitbewerbern. Vermutlich reicht sogar ein Wahlgang. "Ich danke dem Allmächtigen und den Bürgern Indonesiens, die gewählt haben", sagte er.

Als er vor fünf Jahren das Amt übernahm, sagte er Armut und Bestechung den Kampf an. Obwohl Schmiergelder immer noch verbreitet sind, kann "SBY", wie er genannt wird, im Kampf gegen die Korruption Erfolge vorweisen. Selbst hohe Beamte und der Schwiegervater seines Sohnes wurden verhaftet. Der Präsident profitierte auch vom wirtschaftlichen Aufschwung und einem 2005 geschlossenen Friedensabkommen mit Rebellen in der abtrünnigen Provinz Aceh. Dadurch ist Yudhoyono im Land ungemein populär. Red

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