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Yoan Valat

Stéphane Charbonnier kann austeilen. Vor allem, wenn er unter seinem Kurznamen Charb zeichnet und schreibt. Der Herausgeber, verantwortliche Redakteur und Zeichner des französischen Satire-Blatts „Charlie Hebdo“ muss dafür auch einstecken. Egal, ob Gegner sein Bild voll Hohn in einen Schwulenporno montieren oder ihn schlicht vor Gericht zerren.

Kritik bis hin zu gewalttätigen Übergriffen ist dem umstrittenen Satiriker nicht unbekannt. Die Karriere des 45-Jährigen ist voller Angriffe. Ein Grund dafür ist immer wieder die Feder von Charb. Seine Karikaturen können hart sein, auch bis deutlich jenseits der Grenzen zur Geschmacklosigkeit. Schon der Stil der Comics ist derb.

Äußerlich wirkt Charbonnier auch in stürmischen Zeiten meist sehr gelassen. Beim Mohammed-Streit im September erwartete er den absehbaren Aufruhr unrasiert und im Ringel-T-Shirt. Auch diesmal streifte er für Fotos zur aktuellen Sonderausgabe nur ein Shirt über. Seine Zeichnungen provozieren nach Ansicht Charbonniers nicht automatisch. Sie würden nur diejenigen schockieren, die auch schockiert sein wollten. Red

 

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