Stefan Mappus ist neuer Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Der 43-jährige CDU-Politiker wurde gestern vom Landtag in Stuttgart zum Nachfolger von Günther Oettinger (CDU) gewählt, der als EU-Kommissar nach Brüssel gewechselt war.

Zu den Vorbildern von Mappus gehört Franz Josef Strauß. Wie der legendäre bayerische CSU-Regierungschef ist der bullige neue Ministerpräsident leidenschaftlicher Hobbypilot und ein Mann der klaren Worte. Was die beiden Männer vor allem unterscheidet: Mappus kennt bisher kaum jemand.

Doch jetzt setzt der Pforzheimer zum Höhenflug an. Deutschlands jüngster Ministerpräsident will dafür sorgen, dass die CDU im Südwesten Volkspartei bleibt und bei der Landtagswahl im kommenden Jahr 40 Prozent plus X erreicht.

In der CDU-Spitze in Berlin gilt Mappus manchen als "Wadenbeißer", weil der zweifache Vater immer wieder kritisierte, dass die CDU unter Kanzlerin Angela Merkel die traditionellen Werte vernachlässige. Bislang hatte er sich im Land als konservativer Gegenspieler von Oettinger profiliert - auch mit einem klaren Nein zu schwarz-grünen Bündnisplänen.

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