Der Oberkommandierende der US-Truppen setzte US-Präsident Barack Obama immer wieder durch öffentliche Empfehlungen unter Druck.

wza_1365x728_594482.jpeg
Stanley McChrystal.

Stanley McChrystal.

Stanley McChrystal.

Stanley McChrystal kennt sich nicht nur mit Gefechtsformationen auf dem Schlachtfeld aus. Der Oberkommandierende der US-Truppen in Afghanistan weiß auch mit den subtilen Waffen des politischen Kampfes umzugehen. Er setzte US-Präsident Barack Obama immer wieder durch öffentliche Empfehlungen unter Druck. Mit Erfolg: Obamas neue Strategie, die er am Dienstag vorlegen will, trägt McChrystals Handschrift.

Zwar verbietet die Befehlskette eigentlich öffentliche Ratschläge an den Oberbefehlshaber. Doch McChrystal warb seit Mai in Reden und Interviews für eine massive Aufstockung der US-Einheiten. Der 55-Jährige gilt als asketisch, furchtlos und nicht einfach im Umgang. In einem eigentlich vertraulichen Bericht an den Präsidenten machte er im Sommer unverblümt "unzureichende Ressourcen" für die "voraussichtliche Niederlage" in Afghanistan verantwortlich.

Den 68 000 US-Soldaten müssten 40 000 weitere zur Seite gestellt werden, forderte er. Nach dem, was in US-Medien durchsickerte, will Obama die US-Truppen um bis zu 35 000 Soldaten verstärken. McChrystal wäre dann Kommandeur über mehr als 100 000 Soldaten in Afghanistan.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer