Nicht nur bei seinen eigenen Bürgern macht sich der Regierungschef unbeliebt. Auch auf internationaler Ebene sorgt er immer wieder für Kopfschütteln.

Silvio Berlusconi.
Silvio Berlusconi.

Silvio Berlusconi.

Silvio Berlusconi.

Silvio Berlusconi erlebt unruhige Zeiten. Nicht erst seit Montag, als Italiens Regierungschef notgedrungen zum Krisenmanager des schweren Erbebens wurde. Das Management einer anderen Krise - der Wirtschaftskrise - hatte am Samstag Hunderttausende in Rom gegen Berlusconi auf die Straße getrieben. Sie forderten von ihm entschiedene Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit. Was der so Attackierte in seiner typischen Art auf diese Weise konterte: "Es ist unmöglich, mit Menschen zu argumentieren, die taub sind."

Nicht nur bei seinen eigenen Bürgern macht sich der Regierungschef unbeliebt. Auch auf internationaler Ebene sorgt er immer wieder für Kopfschütteln. Zuletzt beim Nato-Gipfel am Wochenende in Kehl, als er der auf ihn wartenden Angela Merkel den Rücken zukehrte und ein langes Handy-Telefonat führte. Im November 2008 hatte sich Berlusconi einen schweren Fauxpas geleistet, als er Barack Obama als "jung, hübsch und gebräunt" bezeichnete.

Für solcherart "Humor" wird zumindest in der nächsten Zeit kein Raum sein - zu ernst sind die Probleme, die Italien durch das gestrige Erdbeben zusätzlich meisten muss.

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