wza_573x589_502024.jpeg
Silke Stokar

Silke Stokar

Silke Stokar

Silke Stokar hat sich am Wochenende bundesweit bekannt gemacht. Die bis dahin eher unbekannte Grünen-Bundestagsabgeordnete (56) aus Hannover stimmte bei der Wahl des Bundespräsidenten entgegen der Empfehlung ihrer Fraktionsführung nicht für die SPD-Kandidatin Gesine Schwan, sondern für Horst Köhler - und gab dies anschließend auch öffentlich bekannt. Da Köhler genau die erforderliche Stimmenzahl für einen Erfolg im ersten Wahlgang erhielt, hätte es ohne Stokars Stimme wohl einen zweiten Wahlgang gegeben.

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion sagte anschließend, sie sei seit Tagen überzeugt gewesen, im ersten Wahlgang Köhler zu wählen. Als Grund führte sie an, dass sie "keine Verabredungen mit der Linkspartei" gewollt habe. Schwan hätte für eine Wahl im zweiten oder dritten Wahlgang Stimmen aus den Reihen der Linkspartei benötigt.

Die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau gehört seit 2002 dem Bundestag an. Zuvor war sie unter anderem Grünen-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hannover und Mitglied im niedersächsischen Landtag. Sie hat eine Tochter.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer