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Sigmar Gabriel hat Einblicke in das schwierige Verhältnis zu seinem Vater gegeben.

Sigmar Gabriel hat Einblicke in das schwierige Verhältnis zu seinem Vater gegeben.

THOMAS PETER

Sigmar Gabriel hat Einblicke in das schwierige Verhältnis zu seinem Vater gegeben.

Sigmar Gabriel, SPD-Chef, hat in der „Zeit“ unbekannte Einblicke in das schwierige Verhältnis zu seinem Vater gegeben – einem bis zu seinem Tod im Juni 2012 überzeugten Nationalsozialist. Nach der Trennung der Eltern musste Gabriel gegen seinen Willen vom dritten bis zum zehnten Lebensjahr bei dem herrischen Vater leben.

Zehn Pfennig wurden ihm von seinen 50 Pfennig Taschengeld abgezogen, wenn er die neue Frau des Vaters nicht mit „Mutti“ anredete, berichtet der 53 Jahre alte Gabriel. Als er mit einer schlechten Note nach Hause kam, hätte der Vater das ganze Spielzeug eingesammelt und an einen Kindergarten abgegeben.

Nur den Teddy, den ihm die Mutter auf einem Schützenfest geschenkt hatte, übersah der Vater, berichtet der SPD-Chef.

Schließlich kam er aber zur Mutter – doch wegen der schweren Zeit beim Vater driftete er zunächst etwas ab: Er klaute, zerstach Reifen und schoss mit einer Zwille umher. Erst in der Pubertät festigte er sich. Die Politik – erst bei der sozialistischen Jugend, dann in der SPD – halfen ihm. Bis heute kümmert sich Gabriel intensiv um seine in Goslar lebende Mutter, wo er auch mit seiner zweiten Frau Anke und Tochter Marie wohnt. dpa

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