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Alessandro Di Marco

Sergio Marchionne wird von seinen Landsleuten gleichermaßen geschätzt wie gefürchtet. Die Italiener bewundern den Fiat-Chef für sein Krisenmanagement beim angeschlagenen Großkonzern. Doch seine Kompromisslosigkeit und die teils unkonventionellen Ideen des 61 Jahre alten Managers bereiten den Italienern auch Kopfzerbrechen. Seine Überlebensstrategie für den kriselnden Autobauer hat der Manager knallhart umgesetzt – und sich damit nicht nur Freunde gemacht.

Der 1952 in den Abruzzen geborener Marchionne ist Italiener mit kanadischem Pass, er hat in Toronto studiert. Nach mehreren Stationen bei Verpackungsfirmen übernahm der Anwalt und Wirtschaftsprüfer 2004 das Zepter bei Fiat. Marchionne ist für seine markigen Worte bekannt – und sein unkonventionelles Auftreten: Auch bei geschäftlichen Anlässen trägt er meist Pullover statt Anzug und hat statt Aktentasche einen Rucksack dabei. Marchionne ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die Familie lebt am Genfer See bei Montreux. Doch Marchionnes Erfolgshunger scheint noch nicht gestillt. Der Chrysler-Kauf soll erst der Anfang sein. Sein eigentliches Ziel: Den Weltmarktführer Toyota angreifen.

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