Schimon Peres wird am Mittwoch vor dem Bundestag sprechen. Anlass für die Rede des 86-jährigen israelischen Staatspräsidenten: der Holocaust-Gedenktag. Vor genau 65 Jahren hatten sowjetische Soldaten das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Seit 1996 wird auch in Deutschland jeweils am 27.Januar daran erinnert.

Peres gilt als unermüdlicher Visionär einer Friedenslösung in Nahost. Für die Abkommen mit den Palästinensern wurde er 1994 zusammen mit Jassir Arafat und Jitzchak Rabin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

In den vergangenen Jahren hat Peres eng mit den rechtsorientierten Regierungen von Ariel Scharon und Benjamin Netanjahu sowie mit Ex-Ministerpräsident Ehud Olmert kooperiert. In der arabischen Welt und bei den Palästinensern büßte "Friedensengel" Peres deshalb an Glaubwürdigkeit ein.

In Israel erfreut sich der letzte Repräsentant der politischen Gründergeneration jedoch großer Beliebtheit. Als Präsident gilt er als Versöhner zwischen Israels verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Im Laufe der Jahrzehnte war er zweimal Ministerpräsident: von 1984 bis 1986 und dann noch einmal 1995/ 96.

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