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Frank May

Ruslana Lyschytschko, ukrainische Sängerin, gehört zu den prominenten Gesichtern der Opposition in ihrer Heimat. Dem russischen Vize-Ministerpräsidenten Dmitri Rogosin war die Popularität der 40-Jährigen jetzt diesen spöttischen Tweet wert: „In München wird sich Außenminister Kerry über die Situation in der Ukraine mit dem Boxer Klitschko und der Sängerin Ruslana unterhalten. Das ist Zirkus.“

Der Machtkampf in Kiew ist ein wichtiges Thema bei der Münchener Sicherheitskonferenz. Und Ruslana gehört zu denjenigen, die bei den Demonstranten ausharren. „Ich tue das, weil ich mein Land nach Europa bringen will“, sagte sie dem „Spiegel“. In klirrender Kälte heizt sie den Menschen auf dem Unabhängigkeitsplatz, dem Maidan, mit Musik ein. Zusammen mit ihrem Mann, dem Produzenten Oleksandr Ksenofontov, betreibt sie ein Ton-Studio.

Auch die Deutschen haben bereits Bekanntschaft mit Ruslanas Temperament und Durchsetzungsvermögen gemacht: Beim Eurovision Song Contest 2004 stach sie mit einer feurigen Tanzshow auch Max Mutzke („Can’t Wait Until Tonight“) aus. 2005 ging der Star in die Politik. "Dieser Mensch tötet jede Erscheinung von Demokratie“, sagt Ruslana über Präsident Viktor Janukowitsch. iff

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