Rumiana Jeleva hat aufgegeben: Die umstrittene bulgarische Anwärterin für die neue EU-Kommission zog nach massiver Kritik im Europaparlament ihre Kandidatur zurück. Auch legte die 40-Jährige ihr Amt als bulgarische Außenministerin nieder. Als neue Kommissarin für humanitäre Hilfe schlägt Bulgarien nun die Vize-Präsidentin der Weltbank, Kristalina Georgiewa, vor.

Jeleva war in dem Balkanland schon lange umstritten. Bereits bei ihrem Amtsantritt als Außenministerin im Juli 2009 hatten viele die diplomatischen Fähigkeiten der in Burgas am Schwarzen Meer geborenen Soziologin infrage gestellt. Jeleva hatte in Berlin, Bielefeld und an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität Sozialpädagogik studiert.

In Bulgarien gab es außerdem schon länger Fragen im Zusammenhang mit den geschäftlichen Aktivitäten Jelevas. Deshalb war für Kritiker der Eklat um ihre Anhörung im EU-Parlament keine Überraschung. Jeleva war auch im Europaparlament zunehmend unter Druck geraten. Kritiker warfen ihr auch vor, Nebeneinkünfte verschwiegen zu haben. Zudem steht Jelevas Mann im Verdacht, in illegale Geschäfte verstrickt zu sein.

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