Rüdiger Grube, Bahnchef, hat am Montag einen der weniger vergnüglichen Termine. Der 59-Jährige ist von den Verkehrsministern von Bund und Ländern zum Rapport bestellt worden. Er soll zum Winterchaos bei der Bahn Stellung nehmen – und aufzeigen, welche Konsequenzen der Konzern daraus zieht.

Grube versuchte am Sonntag bereits, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. In einem Interview räumte er Fehler bei der Bahn ein und gelobte Besserung. So sollen milliardenschwere Investitionen in eine neue IC- und ICE-Flotte fließen.

Dabei hat Grube einen Großteil der Probleme bei der Bahn geerbt. Der Manager steht erst seit Frühjahr 2009 an der Spitze des Verkehrskonzerns – er wurde damals Nachfolger von Hartmut Mehdorn, der im Zuge der Datenaffäre seinen Hut nahm.

Grube ist gebürtiger Hamburger – seine Eltern waren Obstbauern. Nach einer gewerblich-technischen Ausbildung studierte er Fahrzeugbau und Flugzeugtechnik sowie anschließend Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Karriere machte er beim Daimler-Benz-Konzern – zuletzt war er dort stellvertretendes Vorstandsmitglied. Grube ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

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