Roald Amundsen, norwegischer Polarforscher, wurde weltberühmt, als er im Dezember 1911 nach einem dramatischen Wettlauf mit dem Briten Sir Robert Scott als erster Mensch den Südpol erreichte. 1928 verschwand er dann bei einer Rettungsaktion spurlos. Sein Schicksal bleibt ein Rätsel. Denn eine groß angelegte Suche nach dem Flugzeug des Abenteurers blieb jetzt erfolglos.

Der Chef des Tromsøer Flugzeugmuseums, Kjell Lutnes, sagte: "Jetzt wird es keine Suchaktion nach Amundsens Flugzeug mehr geben. Wir sind allen verfügbaren Spuren gefolgt und haben nichts gefunden." Für die Suche hatte Norwegens Marine zwei Küstenwachschiffe mit modernster Sonartechnik zur Verfügung gestellt.

Der 1872 geborene Amundsen war mit fünf Mitreisenden wahrscheinlich nordwestlich der polaren Bäreninsel abgestürzt. Er hatte sich im Juni 1928 mit einem Flugboot von Tromsø aus auf den Weg Richtung Nordpol gemacht, um an der Rettungsaktion für den mit einem Luftschiff havarierten Italiener Umberto Nobile teilzunehmen. Nobile und seine Mannschaft wurden unversehrt geborgen, während Amundsen und seine Begleiter für immer verschwanden.

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