Ralph Siegel muss seinen Platz räumen. 28 Jahre lang waren er und sein Werk unerreicht: Mit "Ein bisschen Frieden" sorgte der Komponist für den einzigen deutschen Siegertitel beim Grand Prix. 28 Jahre lang konnten böse Zungen noch so viel spotten über seine mitunter peinlichen Versuche, um jeden Preis einen weiteren Zögling ins Song-Contest-Rennen zu schicken - Ralph Siegel (64), der an Krebs leidet, war unangefochten. Bis Samstag. Geschlagen. Und das ausgerechnet von seinem größten Konkurrenten in Sachen Eurovision Song Contest: Stefan Raab. Der ließ es sich bereits 1998 nicht nehmen, Siegel auf die Schippe zu nehmen. Unter dem Pseudonym Alf Igel komponierte er den Grand-Prix-Titel für Guildo Horn. Nun dürfte Raabs Triumph in Oslo Siegel übel aufstoßen. Vor der Show hatte der noch über Lena getönt: "Das Lied ist nett, das Mädchen süß, leider trifft sie selten den Ton. Dem Dilettantismus sind keine Grenzen mehr gesetzt. Vielleicht wählen ein paar Leute dieses süße Mädchen, das da auf der Bühne rumspringt. Ich würde es ihr wünschen, aber bei der Eurovision muss man etwas machen, was exorbitant gut ist."

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