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Stephanie Pilick

Düsseldorf. Bernd Schlömer, Chef der Piraten-Partei, gibt auf. Nach dem enttäuschenden Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl tritt er zurück. Über Twitter verbreitete er die Botschaft: „Tschüß #Piraten! Das war es für mich. Ich ziehe mich zurück. Vielen Dank für 4 1/2 tolle Jahre im #BuVo.“ Die Piraten hatten bei der Wahl am Sonntag nur 2,2 Prozent der Stimmen erhalten. Schlömer (42) war im April 2012 zum Parteichef der Piraten gewählt worden, zuvor gehörte er dem Bundesvorstand (BuVo) als Schatzmeister und stellvertretender Vorsitzender an.

Auf dem Höhepunkt der Zustimmung für die junge und unkonventionelle Partei war Schlömer, im Hauptberuf Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium, an die Spitze der Piraten gewählt worden. Damals, im April 2012, waren sie bereits im Berliner Abgeordnetenhaus und im Saarländer Landtag vertreten, Erfolge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sollten folgen.

Doch dann riss der Faden. Jetzt hört Schlömer auf. „Es ist Zeit, frische Leute aufzufordern, Politik zu machen. Ich möchte einer notwendigen Profilierung nicht im Weg stehen.“ dpa

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