Pierre Littbarski kam gerade vom Zahnarzt, als ihn per Handy die Nachricht ereichte, dass er als Trainer beim FC Vaduz in Liechtenstein seinen Hut nehmen muss.

Düsseldorf.  Das ist gerade einmal vier Tage her. Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass Littbarski  ausgelassen feiern wird. Grund dazu hätte er: "Litti" wird 50.

Auf dem Platz verkörperte der 1,68 Meter große Berliner den Prototyp des Spielers, dessen Spielkunst die Fans ins Stadion lockte: den Ball eng am Fuß, immer zum Dribbling bereit, dazu torgefährlich. Ein "Fummler" vor dem Herrn. 1978 holte ihn der knorrige Meistertrainer Hennes Weisweiler zum 1.FC Köln, wo die berühmtesten O-Beine der Republik bis 1993 ihre sportliche Heimat finden sollten. Den Verlust an Spielkultur nach Littbarskis Abgang haben sie in Müngersdorf bis heute nicht kompensiert.

Mit dem FC gewann er den DFB-Pokal, mit der Nationalmannschaft wurde er 1990 in Rom Weltmeister. Seine Karriere als Trainer kann da nicht mithalten. Weder in Duisburg noch in Vaduz hatte er Erfolg. Ein Idol ist der Jubilar dagegen in Japan, wo "Litti-san" auch sein privates Glück gefunden hat. Glückwunsch, Litti.

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