Der Bundesgesundheitsminister ist Grünkohlkönig der Stadt Oldenburg.

Philipp Rösler besitzt zwar seit Jahren die Doktorwürde, aber dieser Titel fehlte dem Bundesgesundheitsminister noch: Grünkohlkönig der Stadt Oldenburg. Am Montag wurde der FDP-Politiker als Nachfolger von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in der Berliner Vertretung Niedersachsens inthronisiert. Der 37-Jährige darf sich nun ein Jahr lang mit dieser Auszeichnung schmücken, die zum 54. Mal verliehen wurde.

In Niedersachsen kennt sich Rösler aus: Hannover ist seine Heimat, seine Frau und seine kleinen Zwillingstöchter leben dort. Er selbst zog 2009 nach Berlin, um als jüngster Minister der schwarz-gelben Koalition das Gesundheitssystem zu reformieren. Dass dann das „Gesetz zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung keine Jahrhundertreform wurde, weiß der ausgebildete Arzt. Aber mehr war bei den unterschiedlichen Interessen innerhalb der Koalition einfach nicht drin.

Bei allem Gezerre in der Sache demonstriert Rösler Gelassenheit. Für die Zukunft kann er sich auch noch anderes vorstellen als Sitzungen, Reden und Gesetzestexte: Schon vor sieben Jahren verkündete er, mit 45 Jahren sei Schluss mit der Politik. 

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