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Uli Deck

Peter Müller ist eines der bekannten Gesichter des Bundesverfassungsgerichts. Fast zwölf Jahre stand er als saarländischer Ministerpräsident im Rampenlicht. Sein Wechsel von der Politik zum höchsten Richteramt Deutschlands 2011 wurde von Häme und Unverständnis begleitet. Damals hieß es, er sei nicht kompetent genug für dieses anspruchsvolle Amt.

Nun scheint das alles vergessen zu sein: Denn der 59-Jährige ist seit kurzem Berichterstatter im NPD-Verbotsverfahren. Nachdem der bisher dafür zuständige Richter Michael Gerhardt in den Ruhestand wechselte, wurde dem ehemaligen CDU-Politiker von seinen Richterkollegen im zweiten Senat das Parteien-und Wahlrecht übertragen. Dazu gehört auch die NPD-Klage gegen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), über die der Senat gestern verhandeln wollte.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist Müller in den Verhandlungen schnell durch kluge und praxisnahe Fragen aufgefallen. Dass er einmal Politiker war, empfindet Müller bei seiner Arbeit und auch jetzt beim Verbotsverfahren nicht als hinderlich. Privat interessiert er sich für Fußball und entspannt sich beim Schach und beim Skat. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Red

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