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Naglaa Ali Mahmud scheut die Öffentlichkeit. Sie kleidet sich traditionell islamisch, mit Kopftuch und langen Gewändern, und verzichtet auf Make-up und Nagellack. Als Gattin des neuen Präsidenten Mohammed Mursi ist Naglaa Ali Mahmud das schiere Gegenteil der früheren ägyptischen First Ladys.

Frau Mahmud – nach islamischer Gepflogenheit nahm sie den Namen ihres Mannes nicht an – will gar nicht First Lady sein. „Im Islam ist der Herrscher der Diener seines Volkes“, sagt sie. „So ist auch die Frau des Herrschers eine Dienerin des Volkes. Einen anderen Titel nehme ich nicht an.“

Im Freundes- und Familienkreis nennt man sie „Umm Ahmed“ – Ahmeds Mutter. Dabei handelt es sich um die arabische Sitte, wonach Frauen (oder Männer) als Mutter (oder Vater) des jeweils erstgeborenen Sohnes bezeichnet werden. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen.

Mohammed Mursi, ihren zehn Jahre älteren Cousin, heiratete sie im Alter von 17 Jahren. Sie ging noch zur Schule. Eine Universität schloss sie nicht ab. Nach der Heirat ordnete Mahmud ihr Leben den familiären Verpflichtungen unter. Mit ihrem Mann hat sie fünf Kinder, vier Jungen und ein Mädchen. dpa

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