Michael Vesper ist seit 2006 Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. Als er von der Politik in den Sport wechselte, legte der Kölner sein Landtagsmandat in Düsseldorf nieder, seine politische Vergangenheit leugnete er nie.

1979 zählte Vesper zu den Gründungsmitgliedern der Grünen, von 1995 bis 2005 war er Minister in den Kabinetten von Johannes Rau, Wolfgang Clement und Peer Steinbrück.

Ein Freund des Sports war er immer, Fan von Arminia Bielefeld und des 1. FC Köln, aber als Politiker leistete er sich auch schon einmal eine ausgesprochen kritische Position zum olympischen Hochleistungssport.

Das ist in der neuen Funktion schwieriger, unmöglich ist es nicht. Im Haus des deutschen Sports in Frankfurt hört man gelegentlich, Vesper greife hart durch. Das war man vorher dort nicht gewohnt. Der 57-Jährige fühlt sich in seiner neuen Rolle ausgesprochen gut, seine Berufung war dennoch eine Überraschung.

Manche halten es für einen Coup. Dabei ist es für Vesper immer nur wichtig gewesen, zu bestimmen, wo es langgeht. Das kann er im Sport wie in der Politik. Dass er deutsche olympische Erfolge in Vancouver fordert, passt ins Profil.

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