Der 58-jährige wurde mit 94,1 Prozent im Amt als Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes für weitere vier Jahre bestätigt.

wza_1500x1479_676234.jpeg
Michael Sommer.

Michael Sommer.

Michael Sommer.

Michael Sommer ist der neue Alte im Amt als Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Am Montag hat ihn der 19.DGB-Bundeskongress mit 94,1 Prozent für weitere vier Jahre bestätigt. Nach seiner dritten Amtszeit soll aber endgültig Schluss sein, kündigte er an.

Der 58-jährige ehemalige Postgewerkschafter ist ein Mann des Ausgleichs. Er ficht für gesetzlichen Mindestlohn, wettert gegen Lohndumping und Casino-Kapitalismus. Schwierig ist dabei seine Aufgabe, im Bund der Gewerkschaften die unterschiedlichen Interessen von acht Organisationen wie IG Metall und Verdi auszubalancieren.

Seine Strategie "Verhandeln und Kämpfen" verhalf ihm häufig zum Erfolg: Der DGB-Boss mit dem SPD-Parteibuch achtet auf parteipolitische Unabhängigkeit im Amt. Er hat einen guten Draht zur Kanzlerin, mit der FDP nahm er nach Jahren der Zerwürfnisse den Gesprächsfaden wieder auf. Das Verhältnis zur SPD-Führung hat sich seit dem Abgang von Basta-Kanzler Gerhard Schröder normalisiert.

Im Juni kandidiert er als Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes. Dort will Sommer Gewerkschaftsmitglieder aus 155Ländern vertreten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer