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Jörg Carstensen

Düsseldorf. Max Raabe, Sänger, wirkt wie aus der Zeit gefallen: pomadiges Haar, Frack mit Fliege. Auch seine Lieder aus den Goldenen 20er Jahren sind reichlich retro. Und doch schafft es der Berliner Bariton, mit einer besonderen Mischung aus Steifheit, Charisma und leiser Ironie das Publikum zu begeistern. Die Tourneen mit seinem Palast Orchester sind im In- und Ausland regelmäßig ausverkauft. Am Mittwoch wird der unaufgeregte Star 50 Jahre alt.

Während seines Gesangsstudiums in Berlin gründet Raabe 1986 mit zwölf Freunden von der Musikhochschule das Palast Orchester, das sich in den Folgejahren von einem Geheimtipp zum international anerkannten Show-Event entwickelt. Höhepunkte sind eine Tournee nach Israel und ein Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall – der Ritterschlag für jeden Musiker.

Seinen Durchbruch hat Raabe 1992 mit dem selbstkomponierten Lied „Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich“. Ansonsten aber konzentriert er sich auf die Schlager der 20er und 30er Jahre. Nach wie vor lebt der gebürtige Westfale gern in Berlin. Auch wenn es zum runden Geburtstag eine Fete gibt, will er den Termin nicht allzu ernst nehmen. Red

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