Max Mosley, Chef des Internationalen Automobil-Verbandes (Fia), weht seit gestern ein wahrer Wirbelsturm ins Gesicht. Die Formel 1 wankt, und er ist einmal mehr zur Zielscheibe der Kritik geworden. Mosley (68) hat die Teams mit alljährlichen Regel-Änderungen provoziert. Jetzt wollte er auch noch eine Budgetobergrenze einführen. Bevor darüber aber endgültig diskutiert werden sollte, hätten sich die Teams schon mal für die neue Saison einschreiben müssen.

Konsequenz: Die acht mächtigsten Rennställe zogen die Reißleine. "Die Teams haben genug von Mosleys diktatorischer Haltung", sagt Rennlegende Jackie Stewart. Der Fia-Chef, gelernter Jurist, hat immer auf Zeit gespielt und ist immer hart geblieben. So hat er seit seinem Amtsantritt 1993 schon einige Konflikte gelöst.

Er wusste, dass er immer am längeren Hebel saß. Als er im vergangenen Jahr Mittelpunkt einer Sadomaso-Affäre war, geschah dasselbe. Mosley wartete ab - und gewann. Die Generalversammlung der Fia sprach ihm ob seiner Verdienste das Vertrauen aus. Mosley ist auch diesmal stur geblieben. Vielleicht ein Mal zu oft. Am Mittwoch tagt der Fia-Weltrat; möglich, dass Mosley dann seinen Job los ist.

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