Heinz Meier heißt Erwin Lottemann, nee, Lindemann. Er fährt in 66 Jahren nach Island. Und seine Tochter möchte mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal eröffnen... Durch seine Rolle als überforderter Lotto-Millionär vor der TV-Kamera ist Heinz Meier bekannt geworden. Der Schauspieler war festes Ensemble-Mitglied bei Loriot, die Sketche mit ihm genießen heute Kultstatus. Am kommenden Mittwoch wird er 80 Jahre alt.

"Loriot hat mich geschätzt, weil ich für ihn der Prototyp des einfachen Mannes war und diesen gut darstellen konnte." Große Schauspielkunst habe er nicht abliefern dürfen. "Manchmal musste ich nur verständnislos schauen. Damit konnte ich Loriot begeistern." Zu lachen gab es bei den Dreharbeiten nichts. "Wir mussten sehr ernsthaft, präzise und diszipliniert arbeiten."

Meier kann mehr, als er bei Loriot zeigen durfte. Er stand als Kabarettist auf der Bühne, spielte Stücke von Camus, Beckett, Ionesco und Sartre. Er drehte Kino- und Fernsehfilme. "Theater ist bis heute meine Leidenschaft", sagt Meier, der vor 57 Jahren in Freiburg mit Studienfreunden das Wallgraben-Theater gründete, ein Privattheater für 100 Zuschauer.

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