Leon Panetta war eine Überraschung. Als US-Präsident Barack Obama ihn vor einem Jahr als Direktor des Geheimdienstes CIA präsentierte, reagierten selbst Politiker in den eigenen Reihen mit Kopfschütteln.

Zwar gilt der 71-Jährige als geschickter Manager. Doch seine Erfahrungen mit Agenten und Doppelagenten waren vor seiner Amtsübernahme gleich null. Das könnte Panetta heute zum Nachteil gereichen.

Insider meinen, Obama entschied sich damals für Panetta, weil er einen "Befreiungsschlag" landen wollte. Nach Verstrickungen der CIA in brutale Verhöre und die Verschleppung von Gefangenen habe Obama einen Neuanfang gesucht. Panetta hatte sich in der Vergangenheit stets gegen Folter ausgesprochen. Er plädierte auch für die Schließung des weltweit kritisierten Gefangenlagers Guantanamo auf Kuba.

Der Sohn italienischer Einwanderer packte in jungen Jahren im Restaurant seiner Eltern mit an. Dann studierte er Jura. Erste politische Erfahrungen sammelte er als Republikaner, später wechselte er zu den Demokraten, für die er von 1977 bis 1993 im Abgeordnetenhaus saß. 1994 wurde er Stabschef von Bill Clinton im Weißen Haus.

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