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FRANCOIS LENOIR

Lance Armstrong kennt sich aus mit Inszenierung – seine sieben Toursiege galten einst als einmalige Show. Nun ist die Titelsammlung aus seinem Briefkopf getilgt, seit ihm vor drei Monaten die US-Anti-Doping-Agentur alle Toursiege aberkannte.

Die Welt wartet jetzt aber gespannt auf den 17. Januar und fragt sich, ob der Texaner zur öffentlichen Doping-Beichte anhebt. In der Sendung des US-Talkshow-Stars Oprah Winfrey äußert sich der gefallene Radsport-Star erstmals nach seiner Verurteilung. Das jedenfalls kündigt der Sender an. Das Gespräch findet in Armstrongs Haus in Austin statt.

Der Amerikaner ist vielleicht der größte Geheimnisträger im internationalen Radsport. Am Mittwoch wurde ein weiteres Detail über die früheren Praktiken des umtriebigen Unternehmers bekannt. 2004 soll Armstrong versucht haben, den Chef der US-Anti-Doping-Agentur, Travis Tygart, zu bestechen – mit einer Spende von 250 000 Dollar.

Der Vorgang geht aus einem Bericht der TV-Sendung „60 Minutes Sport“ hervor. Tygart betonte in dem Beitrag, dass Armstrong seiner Agentur die Summe offeriert habe. Dem Weltverband UCI hatte Armstrong einst 125 000 Dollar zukommen lassen. ste

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