Kurt Beck hat auf Bundesebene an mangelnder Akzeptanz gelitten. In seiner rheinland-pfälzischen Heimat ist er beliebt wie eh und je. Der 61-Jährige wurde als Chef der Landes-SPD mit einem Spitzenergebnis im Amt bestätigt. Der Ministerpräsident bekam bei einem Landesparteitag in Idar-Oberstein 98,5 Prozent der Stimmen.

Kaum weniger als 2008. Damals, kurz nach seinem Rücktritt als SPD-Bundesvorsitzender, war Beck in einer Art Trotzreaktion der Genossen im Land sogar mit 99,5 Prozent wiedergewählt worden. Bereits seit 1993 steht Beck nun an der Spitze der rheinland-pfälzischen SPD. Nach seiner Wiederwahl beschwor er eine "neue Aufbruchstimmung" seiner Partei im Land - neun Monate vor der dortigen Landtagswahl.

Auf Bundesebene hatte der verheiratete Vater eines erwachsenen Sohnes den Parteichefposten nur kurz inne. Im Frühjahr 2006 als Nachfolger für den erkrankten Matthias Platzeck gewählt, dankte er bereits im September 2008 wieder ab - nach Irritationen durch die von den Genossen getroffene Entscheidung, Frank-Walter Steinmeier zum SPD-Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2009 zu machen.

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