Julian Assange, Mitbegründer und Gesicht der Enthüllungsplattform Wikileaks, wägt jedes Wort genau ab. Das gilt besonders, wenn er Informationen über sich selbst preisgeben soll.

Nie ist sicher, woher er gerade kommt, woran er arbeitet. Sein Alter gibt der gebürtige Australier mit 39 an. Rastlos reist er um die Welt, quartiert sich bei Bekannten und Helfern ein.

Die Pressekonferenz zu den Irak-Dokumenten war einer der wenigen öffentlichen Auftritte von Assange. Im August war er in Schweden unter Vergewaltigungsverdacht geraten, seitdem war er kaum zu sehen. Er soll eine Frau vergewaltigt und eine weitere belästigt haben, weist aber alle Vorwürfe zurück.

Assange hatte Wikileaks Ende 2006 mit einem Dutzend Mitstreiter gegründet. In seiner Kindheit zog er mit seiner Mutter ständig um, insgesamt soll er 37Schulen besucht haben.

Als Jugendlicher geriet der talentierte Hacker ins Visier der Justiz, angeblich soll er sich Ende der 1980er Jahre auch in das Computersystem der US-Raumfahrtbehörde Nasa eingeschlichen haben. Assange sagt, er habe in seinem Leben vor Wikileaks als Berater für Computersicherheit und als Journalist gearbeitet.

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