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Jürgen Sparwasser

Jürgen Sparwasser

Jens Wolf

Jürgen Sparwasser

Jürgen Sparwasser reichte ein Tor, um zu einer Fußball-Legende zu werden: Auch 39 Jahre danach wird er immer noch regelmäßig auf sein 1:0 für die DDR im WM-Vorrundenspiel 1974 gegen den späteren Weltmeister BRD angesprochen. So auch vor seinem 65. Geburtstag, den der frühere Stürmer am Dienstag im Familienkreis feiert. Die 78. Minute an jenem 22. Juni hat Sparwassers Leben auf einen Schlag verändert und für immer geprägt. „Wenn man auf meinen Grabstein eines Tages nur Hamburg ‘74 schreibt, weiß jeder, wer darunter liegt“, beschreibt der Jubilar die Bedeutung dieses Moments. „Das Tor ist für mich aber nie zur Belastung geworden“, sagt er.

Die Verbindung zu seinen ehemaligen Mitspielern ist nie abgerissen, obwohl Sparwasser nach seiner Flucht aus der DDR 1988 seit 25 Jahren im Rhein-Main-Gebiet wohnt. „Wir treffen uns jedes Jahr um den 8. Mai herum und bestreiten die dritte Halbzeit. Wer noch laufen kann, spielt ein wenig Fußball. Die anderen halten das Bier kalt“, berichtet der heutige Rentner schmunzelnd. Seine Familie ist inzwischen auch wiedervereint: Seine Tochter, die damals in seine Fluchtpläne eingeweiht war, lebt heute quasi nebenan.

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