Joschka Fischer (61) wird zum Sommersemester Gastprofessor an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität. An drei Terminen im April und Juni hält der ehemalige Außenminister, Vize-Kanzler und heute umtriebige Polit-Pensionär Vorträge zu "Europas Rolle in der Welt".

Die Gastprofessur ist ein Geschenk des Landes an die Uni zu ihrer Namensgebung im Jahr 1988. Seitdem haben Schriftsteller wie Siegfried Lenz oder Robert Gernhardt, aber auch Staatsmänner wie Richard von Weizsäcker, Helmut Schmidt und Diplomaten wie der damalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, das Amt übernommen.

Obwohl Fischer nie studiert hat, dürfte er sich mit akademischen Gepflogenheiten auskennen: Ende der 60er Jahre besuchte er als Gasthörer Vorlesungen von Adorno und mischte kräftig in der Studentenszene mit. Nach seiner Amtszeit übernahm er 2006 eine Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der amerikanischen Princeton University. Die Düsseldorfer Professur dürfte Fischer nicht aus Langeweile angenommen haben. Seit 2009 Jahr ist der ehemals erste grüne Minister Berater für ein Energiekonsortium und einen Automobilhersteller. ost

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