Johannes Remmel ist seit Juli vergangenen Jahres Umweltminister in Nordrhein-Westfalen. Seine Feuertaufe erlebt der Grünen-Politiker allerdings erst jetzt: Der Skandal um Dioxin in Tierfutter fordert ihm und den Mitarbeitern seines Ministeriums derzeit einiges ab. Er ist aber zugleich die Chance für den Minister, sich landes- und bundesweit bekannter zu machen. Mit einem Zehn-Punkte-Plan versuchte er Donnerstag, sich an die Spitze der Debatte um Konsequenzen aus dem Skandal zu setzen.

Remmel hat langjährige politische Erfahrung, stand aber lange eher in der zweiten Reihe. Zwischen 2000 und 2010 managte er als Parlamentarischer Geschäftsführer die Arbeit der Grünen-Fraktion im Landtag – und zwar sowohl in der Phase der rot-grünen Regierung bis 2005 als auch fünf Jahre lang in der Oppositionsrolle. Die Ernennung zum Minister in der rot-grünen Minderheitsregierung bedeutete für den 48-Jährigen einen Karrieresprung.

Der gebürtige Siegener ist Lehrer unter anderem für Geschichte und katholische Religion. Er arbeitete lange in der Kommunalpolitik. Dem Landtag gehört er seit 1995 an. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

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