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Daniel Barry

Jerry Yang, Gründer des Internet-Pioniers Yahoo, zählt zu den Ikonen der Branche. Doch jetzt endet eine Ära: Der 43-Jährige verlässt urplötzlich den schwächelnden Konzern.

Alles hatte in einem Wohnwagen auf dem Campus der Stanford-Universität begonnen. Dort entwickelte der Elektronik-Student 1994 mit seinem Studienkollegen David Filo das „Internet-Verzeichnis“ Yahoo. Yahoo, (Abkürzung für Yet Another Hierarchical Officious Oracle, Noch ein hierarchisches offizielles Orakel) gab den Nutzern einen Wegweiser durch das Netz an die Hand. Zwei Jahre später brachte Yang, der als Halbwaise im Alter von zehn Jahren mit seiner Mutter und einem Bruder aus Taiwan ins Silicon Valley kam, seine Firma als eine der ersten Internet-Unternehmen 1996 an die Börse – mit einer Bewertung von damals 334 Millionen Dollar. Doch das Platzen der Internet-Blase riss auch Yahoo in die Tiefe. Hinzu kam die wachsende Konkurrenz durch Microsofts MSN, durch Google und Facebook.

Es sei an der Zeit, sich anderen Interessen zu widmen, sagte Yang. Der seit 1997 mit einer japanischstämmigen Amerikanerin verheiratete Milliardär gilt als leidenschaftlicher Golfer. dpa

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