Der 52-Jährige ist Kroatiens neuer Präsident.

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Ivo Josipovic.

Ivo Josipovic.

Ivo Josipovic.

Ivo Josipovic will die Korruption im Land bekämpfen und Kroatien als Präsident in die Europäische Union führen. Mit diesen beiden ehrgeizigen Projekten zog er in den Wahlkampf. 60 Prozent der Wähler gaben dem sozialdemokratischen Juraprofessor in der Stichwahl gegen den Zagreber Bürgermeister Milan Bandic den nötigen Vertrauensvorschuss.

Die Korruption sei das "entscheidende Problem in Kroatien", sagte der 52-jährige neue Präsident. "Nun ist der Moment gekommen, sie mit aller Härte zu bekämpfen." Das Thema ist eng mit seinem zweiten großen Ziel, dem EU-Beitritt bis 2012, verknüpft. In Brüssel wird darauf geachtet, was der Anwärter gegen Korruption unternimmt.

Josipovic gilt als zurückhaltend. Anders als seinem Herausforderer werden ihm auch keine Korruptionsaffären nachgesagt. Der Experte in internationalem Strafrecht komponiert nebenbei klassische Musik. Gegner werfen Josipovic vor, dass es ihm an politischer Erfahrung sowie an Temperament und Charisma fehle. Experten sehen jedoch gerade in der Tatsache, dass er auch außerhalb der Politik Karriere machte, einen großen Vorteil für den 52-Jährigen.

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