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Herman Van Rompuy bleibt Ratspräsident.

Herman Van Rompuy bleibt Ratspräsident.

Olivier Hoslet

Herman Van Rompuy bleibt Ratspräsident.

Herman Van Rompuy (64) ist so still, dass es den Anschein hat, er wirke im Hintergrund. Auch dann, wenn er in der ersten Reihe steht. Dort ist seit November 2009 sein Platz. Als erster ständiger Ratspräsident ist er der Spitzenmann der EU.

Im Scheinwerferlicht zu stehen, ohne jemandem das Licht wegzunehmen – diese Eigenschaft schätzen die Staats- und Regierungschefs der EU an ihm. Deren Gipfel leitet er.

Und zwar so gut, dass er am Donnerstag nicht nur eine zweite Amtszeit von zweieinhalb Jahren als Ratsvorsitzender bekam. Er wurde auch ständiger Vorsitzender der Euro-Gruppe. Dort koordinieren die Staaten der Eurozone ihre Steuer- und Wirtschaftspolitik.

Als 16-Jähriger trat der Belgier den flämischen Christdemokraten bei. Studiert hat er Theologie und Betriebswirtschaft. 1972 begann er bei der belgischen Nationalbank. Drei Jahre später machte Premier Leo Tindemans ihn zum Staatssekretär im Finanzministerium – 2008 wurde er Regierungschef.

Entspannen kann der vierfache Vater am besten bei einem religionswissenschaftlichen Buch oder beim Dichten eines Haiku. Das sind strenge Dreizeiler nach japanischem Vorbild.

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