Düsseldorf. Hendrik Wüst durchlebt gerade die wohl bisher schwerste Phase in seinem politischen Leben. Der 34-jährige Generalsekretär der NRW-CDU musste am Wochenende einen großen Fehler in seinem Zuständigkeitsbereich eingestehen. Da dieser Bereich die Parteizentrale ist und in zweieinhalb Monaten die Landtagswahl ansteht, kommt die Sponsoren-Affäre zur Unzeit.

Wüst ist politischer Senkrechtstarter, tritt smart auf und galt bislang als Rüttgers’ Vertrauensmann. Der Jurist aus dem westfälischen Rhede wurde 2006 Generalsekretär, nur ein Jahr, nachdem er in den Landtag gekommen war. Er galt als großes Talent und kommender Mann in der Partei, doch zuletzt haben ihm einige Affären zu schaffen gemacht. So wurde von ihm eine lückenlose Überwachung von SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft organisiert, die Rüttgers eilends stoppte, als sie enthüllt wurde. Zudem hatte Wüst Schwierigkeiten mit der privaten Buchführung und kassierte doppelte Zuschüsse zu seiner privaten Krankenversicherung - von Partei und Land. Dazu schwänzte er häufig Sitzungen im heimischen Stadtrat - in der Staatskanzlei ist man über die Negativ-Schlagzeilen gar nicht erfreut.

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