Hans-Ulrich Krüger hat viel vor in nächster Zeit.

Hans-Ulrich Krüger hat viel vor in nächster Zeit. Erstens muss er seinen niederrheinischen Wahlkreis Wesel, den er 2002 erstmals direkt für die SPD geholt hat, verteidigen. Zweitens vertraute ihm die Partei in Berlin eine Aufgabe an, die großes Sommertheater verspricht. Seit gestern sitzt der Sozialdemokrat dem Ausschuss im Bundestag vor, der den Fall Hypo-Real-Estate untersucht.

FDP, Grüne und Linke wollen wissen, ob sich Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) korrekt verhalten hat und wie die frühere Muttergesellschaft HypoVereinsbank um eine Haftung für HRE-Verluste in Milliardenhöhe herumkam.

Krüger leitet die Aufklärung. Das Rüstzeug dafür bringt er mit. Als ehemaliger Richter beim Amts- und Landgericht Osnabrück ist er mit allen juristischen Wassern gewaschen. Der Vorsitz des Ausschusses ist für ihn eine Profilierungschance. Er kann sich über Kamp-Lintfort, Hünxe, Wesel oder Voerde, wo er von 1997 bis 2002 Bürgermeister war, hinaus einen Namen machen. So ein Ausschuss, erzählt er, sei auch "ein Mittel der politischen Auseinandersetzung". Darüber könnte es Sommer werden und Krügers große Stunde.

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