GuidoWesterwelle schafft nun nach vergeblichen Versuchen 2002 und 2005 im dritten Anlauf den Sprung an die Macht. Dass der FDP-Chef für das von ihm angestrebte Auswärtige Amt eine gute Besetzung wäre, muss er erst noch unter Beweis stellen.

Gerne möchte er sich in einer Reihe mit den früheren FDP-Außenministern Walter Scheel, Hans Dietrich Genscher und Klaus Kinkel sehen. Zu Westerwelles Aufstieg beigetragen hat sicher auch, dass er in den vergangenen Jahren das Image des Spaßpolitikers konsequent abgelegt hat. Denn für frühere Aktionen wie seinen Auftritt im Big-Brother-Container oder der Wahlkampftour mit dem "Guido-Mobil" hatte er viel Spott geerntet.

"Ich habe in meinen jungen Jahren schon mal daneben gelangt", räumt der Parteichef heute mit Blick auf das illusorische "18-Prozent-Ziel" ein, das er sich 2002 auf seine Schuhsohlen schreiben ließ.

Nichts geändert hat sich an seiner politischen Strategie. Schon als Generalsekretär räumte er frühzeitig mit dem Image der FDP als "Partei der Besserverdienenden" auf. Und seine diesjährige Kampagne richtete der 47-Jährige mehr denn je auf die nach seinen Worten "gekniffene Mitte der Gesellschaft" aus.

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