Günter Netzer ist Hamburg-Fan. Die Stadt hält er "für die schönste der Welt" und den Hamburger SV für einen Verein seines Herzens. Gesagt hat Günter Netzer das, Überraschung in Hamburg. Denn die Hansestadt hat dem einstigen Manager des HSV bei der 5. Hamburger Sport-Gala den Ehrenpreis für sein Lebenswerk dargebracht.

Und Netzer weiß, was sich gehört. Immerhin, so hieß es in der Begründung, habe Netzer den Erfolg des HSV in den acht Jahren seiner Tätigkeit als Manager begründet, dreimal wurde der HSV in dieser Kurz-Ära von 1978 bis 1986 deutscher Meister, einmal gar Europapokalsieger der Landesmeister. So fern liegt es also nicht, Netzer das aktuell noch immer verwaiste Amt des Sportdirektors beim HSV anzutragen.

Ein Comeback des Geehrten in der Bundesliga? "Beim Fußball wird man mich nicht mehr wiedersehen", sagte Netzer darauf entschlossen und genoss die Laudatio seines Freundes, DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der ihn einen "faulen Fußballer" schimpfte, weil er andere habe für sich laufen lassen. Wer erinnert sich nicht daran, dass es so war? Aber er konnte es sich leisten. Damals. Und heute leistet er sich, darüber zu lächeln.

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