Als erster Premierminister Großbritanniens stellt er sich im Mai einem TV-Duell.

Gordon Brown tut, wozu sich nicht einmal der telegene Tony Blair traute: Ausgerechnet sein Nachfolger Gordon Brown wird sich als erster Premierminister Großbritanniens vor der Wahl im Mai einem TV-Duell stellen. Gleich dreimal will sich der Schotte bei Live-Übertragungen vor Millionen von Zuschauern einen Schlagabtausch mit den beiden wichtigsten Oppositionspolitikern liefern. Dabei ist Brown alles andere als ein Medien-Premier.

Die Leichtigkeit, mit der Vorgänger Tony Blair mit den Medien umzugehen verstand, fehlt dem 58-Jährigen. Er wuchs in einem armen schottischen Pfarrhaus als Sohn eines presbyterianischen Geistlichen auf und setzte sich mit Disziplin, harter Arbeit und seiner von allen Seiten gerühmten Scharfsinnigkeit durch - die Fähigkeiten eines Schauspielers hingegen waren dort wenig gefragt.

Aber nun tritt er den schweren Gang ins TV-Studio an, denn er hat nichts mehr zu verlieren: Seit Monaten liegen Brown und seine von Affären gebeutelte Labour-Regierungspartei abgeschlagen in allen Umfragen hinter der Konservativen Partei von Oppositionschef David Cameron. Der 43-Jährige hatte stets auf ein Duell gepocht.

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