George Mitchell
George Mitchell

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George Mitchell, der von US-Präsident Barack Obama zum neuen Nahost-Sonderbeauftragten berufen wurde, gilt als diplomatisches Schwergewicht mit langer Krisenerfahrung. Bereits unter Präsident Bill Clinton vermittelte der heute 75-jährige Senator aus dem Bundesstaat Maine 1995 im Nordirland-Konflikt und trug entscheidend zu Friedensgesprächen zwischen Katholiken und Protestanten bei.

Fünf Jahre später leitete er eine internationale Kommission, die die Ursachen der Gewalt im Nahen Osten beleuchtete. Kern des abschließenden "Mitchell-Berichts" war die Forderung nach einem israelischen Siedlungsstopp im Westjordanland und ein Vorgehen der Palästinenser gegen Terrorismus. Der Report erntete Lob für seine Unparteilichkeit und wurde zur Grundlage für Friedensinitiativen.

Mitchell gehörte 15 Jahre lang bis 1994 dem US-Senat an. Seit 1988 war er demokratischer Mehrheitsführer. Einst ein Bundesrichter, hatte ihm Präsident Clinton ein Richteramt am Obersten Gericht angeboten, das Mitchell aber ablehnte. Das US-Magazin "Time" setzte ihn noch im vergangenen Jahr auf die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt.

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