Gene Robinson ist von Barack Obama eingeladen worden, zum Auftakt der Feierlichkeiten im Vorfeld der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten das Gebet zu sprechen. Von diesem Vertrauensbeweis zeigte er sich sichtlich bewegt, es sei eine "ganz besondere Ehre" für ihn, sagt der 61-Jährige.

Robinson ist in seiner Gemeinde im Bundestaat New Hampshire eine schillernde Persönlichkeit. Seine Homosexualität hätte im vergangenen Sommer die anglikanische Kirchengemeinschaft auf ihrer Weltkonferenz beinahe gespalten. Robinson hat eine bewegte Vergangenheit.

Nach seiner Geburt litt Robinson unter schweren Lähmungserscheinungen. Ärzte gaben ihm damals nur wenige Monate. Später aber verschwanden die rätselhaften Symptome. Als junger Mann entschied sich Robinson, sich der anglikanischen Kirche zu widmen.

Mit seiner Ehefrau Boo McDaniel hat er zwei Töchter, ließ sich aber später wieder scheiden und wurde im vergangenen Sommer seinem Lebensgefährten Mark Andrew angetraut. Robinsons Lebensgeschichte war bereits Gegenstand mehrere Bücher und wurde in den USA mehrfach verfilmt.

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