Gabriele Pauli, aufsässige bayrische Landespolitikerin, hat es nie an Selbstbewusstsein gemangelt. Sie löste 2006 als Landrätin den Sturz des damaligen CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber aus, indem sie dessen Führungsstil offen kritisierte.

Im Herbst 2007 bewarb sie sich um seine Nachfolge als CSU-Chef - scheiterte auf dem Parteitag mit 2,5 Prozent der abgegebenen Stimmen allerdings kläglich. Nachdem sie sich 2008 mit den Christsozialen überwarf, wechselte sie zu den Freien Wählern, bayrische Regionalpartei mit Bundesambitionen.

Doch dort hat sie nun mit ihrer forschen Art erneut angeeckt - und wurde aus der Landtagsfraktion hinausgeworfen. Grund: Die 51-Jährige hatte darauf bestanden, dass man bereits in diesem Jahr zur Bundestagswahl antreten solle - wenn nicht, wolle sie austreten und eine eigene Partei gründen.

Dass ihre Parteikollegen lieber eine Teilnahme an der Bundestagswahl 2013 anpeilen, war ihr egal. "Ich habe mich erpresst gefühlt", sagte Freie-Wähler-Politiker Karl Vetter stellvertretend für seine Partei. Die Trennung wurde am Dienstag offiziell bekanntgegeben. Pauli bleibt bei ihrem Plan: Sie will bei der diesjährigen Bundestagswahl antreten - und zwar mit einer eigenen Partei

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