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Marijan Murat

Fritz Kuhn gehörte vor mehr als 32 Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Grünen in Baden-Württemberg. Vor zwölf Jahren verließ der Grünen-Realo Stuttgart, um in der Bundespolitik mitzumischen.

Kuhn war Parteichef der Bundes-Grünen und Fraktionschef im Bundestag. Heute kehrt der 57-Jährige zu seinen Wurzeln zurück – und schreibt in Stuttgart als erster grüner Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt Geschichte.

Kuhn, der Philosophie und Germanistik in Tübingen und München studierte, gilt als rhetorisch versiert, aber nicht unbedingt als volksnah. Er versteht sich als Wertkonservativer. Seine Vision für Stuttgart ist eine Stadt, in der sich Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit verbinden. Im Streit um das Bahnprojekt Stuttgart 21 will er ausgleichend wirken, das Projekt selbst aber kritisch begleiten.

Seinen Posten als Vize-Fraktionschef im Bundestag legte Kuhn im Frühjahr 2012 nieder, um sich auf die OB-Kandidatur konzentrieren zu können. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Zu seinen Hobbys sagt er: „Ich treibe regelmäßig Sport (Laufen), lese gerne Romane und koche urschwäbisch und italienisch, am liebsten Kässpätzle und Risotto.“ dpa

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